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Urbi & Orbi: Tony Blair öffnet den ganz großen Klingelbeutel

Neo-Katholik Blair & Papst Benedikt Neo-Katholik Blair & Papst Benedikt
Neo-Katholik Blair & Papst Benedikt

Der britische Ex-Premier Tony Blair stellte am 30. Mai 2008 in New York seine “Tony Blair Faith Foundation” vor. Die ambitionierte Stiftung bemüht sich um einen Fond von Hunderten von Millionen Dollar, um die Religion zu retten und als Macht des Guten zu präsentieren. Im Fokus ihrer Aktivitäten soll der Dialog zwischen den Religionen stehen – nach 9/11 in der westlichen Welt ein Bestseller.

Mit Hauptsitz in New York und einem “Interreligiösen Dialog- und Konferenz-Zentrum” in London ist die neue Stiftung nach Angaben von Tony Blair recht erfolgreich darin, von beiden Orten aus Geld zu beschaffen. Unterstützer sprechen von einem achtstelligen Dollar-Startkapital.

Tony Blair pflegte sich bezüglich seines religiösen Eifers bedeckt zu halten, solange er Premierminister war, um die überwiegend säkulare britische Gesellschaft nicht gegen sich aufzubringen. Sein damaliger Sprecher Alastair Campbell wies einmal Reporter mit dem Satz ab “We don't do God" (wir sprechen nicht über Gott). Aber sein Biograph Anthony Seldon beschrieb ihn als “profund religiöse Figur”, deren Glaube immer erheblichen Einfluß auf seine Politik gehabt habe. Im vergangenen Jahr erzählte Blair Fernseh-Talk-Show-Master Michael Parkinson, er habe zu Gott gebetet als er entschied, ob Truppen in den Irak geschickt werden sollten.

Im Dezember 2007 konvertierte er von der Anglikanischen Kirche zur Römisch-Katholischen. Der Vatikan, sagt Blair, sei eine große Unterstützung für sein neues inter-religiöses Unternehmen.

Übersetzung: Ursula-Charlotte Dunckern